Die Nacht nach dem zweiten Semifinale

Die Sieger*innen des zweiten Halbfinales

Unsere Glückwünsche an Luca Hänni aus der Schweiz, der nach mauen Jahren für unsere südlichen Nachbarn heute die ESC-Begeisterung der Eidgenossen sicher reanimieren konnte – und ebenso an die anderen neun Finalist*innen des gestrigen Abends:

  • Nordmazedonien – Tamara Todevska: Proud
  • Die Niederlande – Duncan Laurence: Arcade
  • Albanien – Jonida Maliqi: Ktheju tokës
  • Schweden – John Lundvik: Too Late For Love
  • Russland – Sergey Lazarev: Scream
  • Aserbaidschan– Chingiz:Truth
  • Dänemark – Leonora: Love Is Forever
  • Norwegen – KEiiNO: Spirit In The Sky
  • Schweiz – Luca Hänni: She Got Me
  • Malta – Michela: Chameleon

Haben wir zu viel versprochen? Das zweite Semi blieb von ähnlichen Totalausfällen wie am Dienstag verschont und schien uns eines der unterhaltsamsten und besten seit langem zu sein. Es deutet sich ein äußerst guter ESC-Jahrgang an.
Natürlich haben wir mit unserer Vorhersage mal wieder nur die üblichen 8 von 10 erreicht, aber immerhin ist eine konstante Leistung ja auch was wert – das hätten sich zumindest im ersten Semi am Dienstag so manche Teilnehmer*innen gewünscht.

Die Startreihenfolge im Finale

Direkt im Anschluss an die Show wurden den erfolgreichen Qualifizierern eine Startposition in der ersten oder zweiten Hälfte des Finales zugelost.
Im Anschluss daran legte Produzent Christer Björkman eine Startreiehnfolge fest, die von der EBU gegengeprüft und freigegeben wurde. Demnach starten die 26 Teilnehmer*innen am Samstagabend wie folgt:

1. Malta
2. Albanien
3. Tschechien
4. Deutschland
5. Russland
6. Dänemark
7. San Marino
8. Nordmazedonien
9. Schweden
10. Slowenien
11. Zypern
12. Die Niederlande
13. Griechenland
14. Israel
15. Norwegen
16. Großbritannien
17. Island
18. Estland
19. Belarus
20. Aserbaidschan
21. Frankreich
22. Italien
23. Serbien
24. Schweiz
25. Australien
26. Spanien

Was für ein Finale! Russland startet auf dem fünften Platz und es ist fraglich, wie sehr sich die Zuschauer an die Musicalnummer noch erinnern, wenn die letzten Titel erklungen sind. Und auch Mitfavorit John Lundvik hatte mit dem Los kein großes Glück, auch wenn sein Titel eventuell recht gut in Erinnerung bleiben wird.
Die Niederlande führen bei den Buchmachern das Feld so deutlich an, dass mit der Platzierung auf der 12 wieder Spannung ins Spiel kommt.
Island – gewiss der Act nit dem größten Wiedererkennungswert startet auf Position 17.
Was dann aber ab Startnummer 20 geschehen wird, könnte besser nicht kommen: ein fulminantes Finale mit den Eyecatchern Schweiz und Australien direkt hintereinander vor dem Partyhit Spaniens!
Wir erwarten eine großartige Show am Samstag und ein spannendes Rennen.

S!sters mit Startnummer 4

Nicht wirklich das ganz große Los haben die Deutschen mit der ersten Starthälfte gezogen und die zugeteilte Position 4 ist kein Grund zum Jubeln.

Gestern haben Laurita und Carlotta im Juryfinale ihren Song zum ersten Mal vor großem Publikum vorgestellt. In der heutigen Show wurde ein Ausschnitt eingespielt – damit will man die fürs Finale gesetzten Big 5 und das Gastgeberland dem breiten Publikum ebenso bekannt machen wie alle bereits in einem Semifinale aufgetretenen Acts.
Das vollständige Video ihres inzwischen im Gegensatz zu den ersten Proben entschlackten Auftritts ist nun auch online gestellt:

Das Ende des Rätselratens

Nicht zuletzt wurde heute Abend bestätigt, dass der lange umrätselte Auftritt Madonnas beim ESC am Samstag tatsächlich stattfinden wird – wir hatten es ja nicht mehr geglaubt, wurden nun aber eines Besseren belehrt.
Madonna wird neben Like a Prayer, das seinen 30. Geburtstag feiert auch einen neuen Titel zum Besten geben: er heißt Future, wird am heutigen Freitag veröffentlicht und mit dem amerikanischen Rapper Quavo gemeinsam seine Bühenpremiere feiern.
Wie bereits berichtet, wurde ihr Auftritt von einem israelisch-kanadischen Milliardär vermittelt und auch bezahlt.

Auch wenn uns beim ESC dieser Auftritt nicht zwangsweise nötig erscheint, so können wir die Aufregung darum und das Bashing der Popikone aus großen Kreisen der Fancommunity nicht wirklich nachvollziehen.
Natürlich will Madonna ihr neues Album promoten – allerdings will sie auch Israel unterstützen und hat sich trotz Shitstorm aus der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) offenbar nicht abhalten lassen.

Wir halten es mit der EBU und denken, dass es auch für den Song Contest eine wirkungsvolle und gute Publicity darstellt.

3 Antworten auf „Die Nacht nach dem zweiten Semifinale“

  1. Nach nur fünf richtigen im 1. Semi bin auch ich bei 8 angekommen. Nordmazedonien hatte ich nicht auf dem Schirm und hätte statt weiter gelassen. Vermutlich ist der ESC 2020 in den , danach wird es eng zwischen . Und wo und sich einordnen- keine Idee. Die Juryfinalschnipsel waren leider nicht so überzeugend. Mein ❤️ schlägt für . Noch einmal schlafen dann

  2. Upps, da waren Länderflaggen. Mein Siegertipp NL, dann Schweiz, Australien, Island, Schweden in unbekannter Reihenfolge. Mein Liebling: Norwegen Wo Italien (auch sehr cool) und Frankreich sich wiederfinden kann ich noch nicht beurteilen. Ich bin schon voller Freude auf die Show, Shalom nach TEL Aviv!

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