Enttäuschung in der Schweiz, Freude in Österreich: die Ergebnisse des ersten Semifinales

Das erste Semifinale ging soeben zu Ende. Ein unglaublich starker Cesár Sampson brachte unser Nachbarland Österreich ins Finale – dagegen scheiterte die Schweiz trotz neuem Vorentscheid-Modus und großem Engagement für ihr Auftreten hier in Lissabon.

Klassische Finalkandidaten wie Aserbaidschan blieben heute auf der Strecke – musikalisch nicht verwunderlich, aber ein Novum in der ESC-Geschichte des Landes.
Auch Griechenland, traditionell eine der erfolgreichen ESC-Nationen, verpasste den Finaleinzug und wird daran zu knabbern haben. Der griechische Beitrag hatte im Vorfeld des Contests viele Anhänger gefunden – allein die Inszenierung geriet zum Desaster. “Enttäuschung in der Schweiz, Freude in Österreich: die Ergebnisse des ersten Semifinales” weiterlesen

Keine Risiken, keine Nebenwirkungen: unser Beipackzettel zum ersten Semifinale

Am heutigen Abend entscheidet sich im ersten Semifinale des Lissaboner Contests, welche 10 Finalisten am Samstag noch an Bord sein werden.

Die Songs

01) Aserbaidschan

Aisel: X my heart

Aisel (2.v.li.) mit Backing-Vocals | © Martin Schmidtner

Hoch hinaus auf die Berggipfel geht es im ersten Beitrag des Abends. Weiß wird die Liebe besungen mit den für Aserbaidschan so wichtigem Bild des Feuers – dem Symbol des Landes. So gestrickt, dass es für das Finale reicht – denn es ist ja Aserbaidschan, auch wenn Aisel die Töne nicht trifft. “Keine Risiken, keine Nebenwirkungen: unser Beipackzettel zum ersten Semifinale” weiterlesen

ESC-Stars im Publikum: die israelische Party

Erst am heutigen Sonntag sollten Eurocafé und Euroclub in Lissabon öffnen – die ESC-Touristen waren also seit einer Woche ausgehungert nach Party!
Da traf es sich gut, dass Israel am gestrigen Samstag zur Party lud – und da deren Feiern bekanntlich die besten eines jeden Eurovisions-Jahrgangs sind, half es auch nichts, dass das Eurocafé auch gestern schon seine Pforten öffnete: die Massen zog es um 22 Uhr ins ehemalige Cineteatro Capitolio zu Netta und zur israelischen Party. Zumal die Gastgeber aus Israel eine der wenigen sind, die die gute alte ESC-Tradition pflegen, sowohl geladene als auch akkreditierte Gäste einzulassen – und auch jene, die nur einen OGAE-Fanclub-Ausweis vorweisen können.

Am Einlass zur israelischen Party | © Martin Schmidtner

Einfach war das Dabeisein dennoch nicht zu haben: eine endlose Schlange, auch nach 1 1/2 Stunden noch nicht abgebaut, wand sich über den Parkplatz vor dem umgebauten Kino. “ESC-Stars im Publikum: die israelische Party” weiterlesen

Wovon singen die eigentlich? Die Texte des ersten Semifinales

Erfüllte Liebe, unglückliche Liebe, Nationalstolz, Depressionen, Euphorie, Seemannslieder, Gender-Themen, Biographisches, Kochrezepte – die Möglichkeiten eines Themas zu einem ESC-Song sind unbegrenzt – selbst Begrenzungen durch das Reglement, das etwa politische Themen untersagt, lassen sich mit etwas Einfallsreichtum leicht umgehen.
Und je nachdem, ob ein Song auf Englisch oder in einer der vielen Landessprachen gesungen wird, kann das ESC-Publikum wissen und erahnen, worum es im jeweiligen Beitrag eigentlich geht. Manchmal mag die Anmoderation durch die Fernsehkommentator*innen helfen, manchmal wollen wir aber auch besser gare nicht wissen, was da auf der Bühne verbreitet wird.
Nicht so mit uns – während der Proben in der Arena von Lissabon haben wir uns die tiefgründigen *hüstel* Texte aller Songs vorgenommen. Sie sind natürlich alle zum Beispiel ->hier nachlesbar. Wem das zu viel Arbeit ist, kann unser Kompendium nutzen – wir beginnen heute mit den Beiträgen des ersten Semifinales in alphabetischer Reihenfolge: “Wovon singen die eigentlich? Die Texte des ersten Semifinales” weiterlesen

Michael Schultes erste Probe

Gestern war “unser” Kandidat Michael zusammen mit der deutschen Delegation (Thomas Schreiber unten links, Head of Delegation Christoph Pellander hinter der Fahne) in Lissabon angereist – heute steht seine erste Probe auf der Bühne der Altice Arena an.
Um 15:30 Uhr begann sein Programm hier mit der In-Ear-Monitoring-Probe und den Sicherheitseinweisungen, bevor er die Bühne erstmals betreten konnte.
Natürlich sind wir viel aufgeregter als bei allen deutschen Teilnehmern der Vorjahre und unsere Berichterstattung hier absolut rein subjektiv und voreingenommen!!!

Das “Staging”

Der Augenmerk der deutschen Fans richtet sich heute vermutlich vor allem auf die Präsentation und Inszenierung des Auftritts, dem sogenannten Staging. “Michael Schultes erste Probe” weiterlesen

Tag der Spannung

Nach unseren ausführlichen Probenberichten der ersten Probenrunde haben wir nun eineinhalb Tage die zweiten Proben auf uns wirken lassen.

Licht und Schatten in der Altice Arena

Immerhin durften wir zum ersten Mal in der Halle Eindrücke sammeln – und sind hin- und her gerissen. Auf der einen Seite ein großartiger Hallensound, auf der anderen Seite die ständige Suche nach dem Lichtschalter. Ist es die fehlende LED-Wand der riesigen Bühne oder ist es ein Regieeinfall? Wir wissen es nicht, aber was uns schon zuvor bei den Übertragungen auf den Screen des Pressezentrums aufgefallen war, bewahrheitete sich in der Halle noch viel mehr: es wird vieles extrem dunkel gehalten. So dunkel, dass wir oft von unseren Presseplätzen, die zwar über dem Green Room gelegen den direkten frontalen Blick auf die Bühne bieten, eigentlich auch in der Halle fast nur auf den großen, von der Decke hängenden Leinwänden das Geschehen verfolgen, weil wir auf der Bühne fast nichts mehr erkennen. “Tag der Spannung” weiterlesen

Der vierte Probentag: Taboos, Stage-Diving und ein Vampir

Am heutigen vierten Probentag standen die letzten neun ersten Durchläufe für das zweite Semi auf dem Programm. Und wie oben zu sehen: erstmals mischten sich auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter die Fans im Pressezentrum: eine entspannte Eleni Foureira aus Zypern sowie die strahlenden gut gelaunten Jungs von AWS aus Ungarn. Das kommt gut und wird gern gesehen!

Georgien

Bedauerlicherweise begann der Tag mit einem Schlaflied, was am Morgen im Pressezentrum nicht das ist, was gewünscht wäre. Mit jazzig-dissonanten Wiegelied-Klängen und der altbewährten Drei-Tenöre-Methode sichert sich die Ethno-Jazz Band Iriao mit ihrem Lied For You für Georgien den Finaleinzug. Und wie üblich bei diesem Genre ist das Setting des Auftrittes getragen, erhaben und feierlich. Und auch hier im Pressezentrum gibt es genug, denen es gefällt.

Vor der Videoleinwand des Meet&Greets | © Marc Schulte

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Ahoj Mikolas – wieder an Bord

Gute Nachrichten aus der tschechischen Delegation. Wie der austragende Sender ČT heute mitteilte (-> Link), befindet sich Mikolas Josef, der Mitfavorit aus der tschechischen Republik, auf dem Weg der Besserung und hat anscheinend genug Medikamente intus, um zur morgigen Probe das Krankenhaus verlassen zu können.

Mikolas hatte sich während eines genialen Saltos während der ersten Probe am Sonntag den Rücken verletzt und liegt seitdem im Krankenhaus, zunächst ohne Laufen zu können. (Wir berichteten). “Ahoj Mikolas – wieder an Bord” weiterlesen

Der dritte Probentag: vom Wert guter Inszenierungen

Bisher verschlossene Türen öffnen sich und das Pressezentrum verdoppelt sich wie von Zauberhand am 3. Probentag. Langsam, aber sicher rücken die Finalshows in Sichtweise – bis zur ersten Fernsehshow ist es nur noch eine Woche.

Norwegen

Routiniert, noch nicht alles gebend, und bei einem Problem mit seinem In-Ear-Monitor souverän reagierend – an der Vorstellung in der ersten Probe von Alexander Rybak stimmte alles und doch ist der Sieger von 2009 in diesem Jahr kein Top-Favorit – das Lied ist zwar erfreulich selbstironisch: That’s How You Write A Song, aber dann eben doch zu glatt, um den Funken – trotz des charmanten Lächelns und der Geige – wirklich zünden zu können.
Und doch wird Norwegen in diesem Jahr mit diesem Lied oben mitspielen, denn der Song symbolisiert wie wenig andere Lieder jugendliche Unbekümmertheit und positive Ausstrahlung. “Der dritte Probentag: vom Wert guter Inszenierungen” weiterlesen

Was ESC-Berichterstatter brauchen…

…ist oft nur genügend Kaffee und eine Rückzugsmöglichkeit im Pressezentrums-Bereich.

Doch die App, die hier in Lissabon der akkreditierten Presse für Infos und Updates rund um die Arbeit und das Vergnügen zur Verfügung gestellt wurde, überraschte und entzückte uns gestern mit einer ganz neuen Ankündigung:
Massagen würden täglich von 9:00 Uhr bis 18.00 Uhr zur Verfügung stehen, lautete eine neue Push-Up-Nachricht aus der App. “Was ESC-Berichterstatter brauchen…” weiterlesen