Triumph für Netta, Triumph für Österreich,Triumph für Michael

Netta gewinnt den Song Contest 2018 für Israel!
Zypern liefert mit seinem zweiten Platz den Sommerhit für alle ESC-Partys des Jahres und
Cesár Sampson, den niemand – wir schon gar nicht – auf dem Zettel hatte, holt für Österreich großartiges Eurovisions-Bronze!

Und “unser” Michael? Das zweitbeste deutsche Ergebnis der letzten 20 Jahrgänge, besser als Stefan Raab, Guildo Horn und Roman Lob – ein großartiger vierter Platz, zwei mal doppelte Höchstwertung von Jury und Televoting (aus den Niederlanden und Dänemark) und weitere zwei Mal 12 Punkte. Einmal 12 Punkte war Michaels heimlicher Traum noch vor ein paar Wochen gewesen und jetzt das.
Im Lauf der zweiten Woche hat sein anrührender Song sich langsam aber sicher nach oben gearbeitet und nun wird er mit diesem Ergebnis belohnt und Deutschlands Fans können feiern.

Wir haben dies heute Nacht noch ausgiebig mit Michael getan und verzichten deshalb heute auf weitere Berichte, was man uns aufgrund unserer persönlichen und privaten Freude bitte nachsehen möge.

Wir sind erst mal nur glücklich und gratulieren Netta, Eleni, Cesár und Michael, der unseren 10. ESC als Blogger zu so einem besonderen Erlebnis hat werden lassen.

 

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Ungarn im Finale, Russland draußen: die Ergebnisse des zweiten Semifinales

Ein Abend der Überraschungen:

  • wer hätte noch vor zwei Monaten gedacht, dass Russland am Finaleinzug des Song Contests scheitern könnte? Obwohl das Lied bekannt war, rechneten doch immer noch alle mit einer herausreißenden Inszenierung oder genügend Diaspora-Stimmen, aber nein: Russland hat es diesmal in den Sand gesetzt. Es wird sich zeigen, was das für die Zukunft heißt.
  • wer hätte noch vor zwei Monaten gedacht, dass Ungarn mit seinem heftigen Song den Einzug schaffen würde?! Als fürchterliches Geschrei wurde es von vielen Fans eingestuft. Doch die Jungs von AWS überzeugten letztendlich mit ihrem “Schrei Dich frei”-Song – und mit der vermutlich spektakulärsten Feuershow der ESC-Geschichte (oder erinnert sich jemand an mehr?). Nach der Show bekamen sie auch glatt die Einladung zum Wacken-Festival. Wir wissen nicht, worüber sie gerade glücklicher sind.
  • wer hätte noch vor zwei Monaten an Moldawien geglaubt? Der Song war etwa derselbe, als er präsentiert wurde, aber Spaß machte damals daran gar nichts – und jetzt diese Show!
  • wer hätte noch gestern gedacht, dass es Slowenien ins Finale schaffen würde? Wir hatten eineinhalb Wochen lang im Pressezentrum das Gefühl, wir seien die einzigen, die bei dem Song mitgingen. Aber der Licht- und Tonausfall während des Songs kam auch richtig gut. Und allen Freunden elektronischer Musik hat es dann wohl doch gefallen.
  • wer hätte noch gestern auf den Finaleinzug Australiens gewettet? Zwar kam der Song schon seit seiner Bekanntgabe richtig gut an, aber dann präsentierten uns die Aussis eine Performance, die allen die Schuhe auszog.
    Doch sie haben nicht nachgelassen und gearbeitet wie besessen. Kompliment an Jess, die das bewältigt hat. Selbst heute Abend war die Performance noch etwas anders als heute Nachmittag in der Family-Show…und da war sie anders als gestern im Juryfinale…und da anders als in den Proben vergangene Woche. Und plötzlich explodierte Jess heute und hat das Publikum mitgerissen. Großes Kino!

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Vorsicht vor Risiken und Nebenwirkungen: unser Beipackzettel zum zweiten Semifinale

Heute Abend werden die letzten zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das Grand Final des Song Contests am Samstag an Bord geholt.

Und diesmal darf auch das deutsche Fernsehpublikum mit abstimmen. Die Wahl dürfte dabei auch viel leichter fallen als am Dienstag.

Wir stellen alle 18 Songs vor – sämtliche Bilder stammen vom ‘Blue Carpet’, der Eröffnungszeremonie des Song Contests am vergangenen Sonntag. “Vorsicht vor Risiken und Nebenwirkungen: unser Beipackzettel zum zweiten Semifinale” weiterlesen

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Enttäuschung in der Schweiz, Freude in Österreich: die Ergebnisse des ersten Semifinales

Das erste Semifinale ging soeben zu Ende. Ein unglaublich starker Cesár Sampson brachte unser Nachbarland Österreich ins Finale – dagegen scheiterte die Schweiz trotz neuem Vorentscheid-Modus und großem Engagement für ihr Auftreten hier in Lissabon.

Klassische Finalkandidaten wie Aserbaidschan blieben heute auf der Strecke – musikalisch nicht verwunderlich, aber ein Novum in der ESC-Geschichte des Landes.
Auch Griechenland, traditionell eine der erfolgreichen ESC-Nationen, verpasste den Finaleinzug und wird daran zu knabbern haben. Der griechische Beitrag hatte im Vorfeld des Contests viele Anhänger gefunden – allein die Inszenierung geriet zum Desaster. “Enttäuschung in der Schweiz, Freude in Österreich: die Ergebnisse des ersten Semifinales” weiterlesen

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Keine Risiken, keine Nebenwirkungen: unser Beipackzettel zum ersten Semifinale

Am heutigen Abend entscheidet sich im ersten Semifinale des Lissaboner Contests, welche 10 Finalisten am Samstag noch an Bord sein werden.

Die Songs

01) Aserbaidschan

Aisel: X my heart

Aisel (2.v.li.) mit Backing-Vocals | © Martin Schmidtner

Hoch hinaus auf die Berggipfel geht es im ersten Beitrag des Abends. Weiß wird die Liebe besungen mit den für Aserbaidschan so wichtigem Bild des Feuers – dem Symbol des Landes. So gestrickt, dass es für das Finale reicht – denn es ist ja Aserbaidschan, auch wenn Aisel die Töne nicht trifft. “Keine Risiken, keine Nebenwirkungen: unser Beipackzettel zum ersten Semifinale” weiterlesen

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ESC-Stars im Publikum: die israelische Party

Erst am heutigen Sonntag sollten Eurocafé und Euroclub in Lissabon öffnen – die ESC-Touristen waren also seit einer Woche ausgehungert nach Party!
Da traf es sich gut, dass Israel am gestrigen Samstag zur Party lud – und da deren Feiern bekanntlich die besten eines jeden Eurovisions-Jahrgangs sind, half es auch nichts, dass das Eurocafé auch gestern schon seine Pforten öffnete: die Massen zog es um 22 Uhr ins ehemalige Cineteatro Capitolio zu Netta und zur israelischen Party. Zumal die Gastgeber aus Israel eine der wenigen sind, die die gute alte ESC-Tradition pflegen, sowohl geladene als auch akkreditierte Gäste einzulassen – und auch jene, die nur einen OGAE-Fanclub-Ausweis vorweisen können.

Am Einlass zur israelischen Party | © Martin Schmidtner

Einfach war das Dabeisein dennoch nicht zu haben: eine endlose Schlange, auch nach 1 1/2 Stunden noch nicht abgebaut, wand sich über den Parkplatz vor dem umgebauten Kino. “ESC-Stars im Publikum: die israelische Party” weiterlesen

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Michael Schultes erste Probe

Gestern war “unser” Kandidat Michael zusammen mit der deutschen Delegation (Thomas Schreiber unten links, Head of Delegation Christoph Pellander hinter der Fahne) in Lissabon angereist – heute steht seine erste Probe auf der Bühne der Altice Arena an.
Um 15:30 Uhr begann sein Programm hier mit der In-Ear-Monitoring-Probe und den Sicherheitseinweisungen, bevor er die Bühne erstmals betreten konnte.
Natürlich sind wir viel aufgeregter als bei allen deutschen Teilnehmern der Vorjahre und unsere Berichterstattung hier absolut rein subjektiv und voreingenommen!!!

Das “Staging”

Der Augenmerk der deutschen Fans richtet sich heute vermutlich vor allem auf die Präsentation und Inszenierung des Auftritts, dem sogenannten Staging. “Michael Schultes erste Probe” weiterlesen

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Der vierte Probentag: Taboos, Stage-Diving und ein Vampir

Am heutigen vierten Probentag standen die letzten neun ersten Durchläufe für das zweite Semi auf dem Programm. Und wie oben zu sehen: erstmals mischten sich auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter die Fans im Pressezentrum: eine entspannte Eleni Foureira aus Zypern sowie die strahlenden gut gelaunten Jungs von AWS aus Ungarn. Das kommt gut und wird gern gesehen!

Georgien

Bedauerlicherweise begann der Tag mit einem Schlaflied, was am Morgen im Pressezentrum nicht das ist, was gewünscht wäre. Mit jazzig-dissonanten Wiegelied-Klängen und der altbewährten Drei-Tenöre-Methode sichert sich die Ethno-Jazz Band Iriao mit ihrem Lied For You für Georgien den Finaleinzug. Und wie üblich bei diesem Genre ist das Setting des Auftrittes getragen, erhaben und feierlich. Und auch hier im Pressezentrum gibt es genug, denen es gefällt.

Vor der Videoleinwand des Meet&Greets | © Marc Schulte

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Ahoj Mikolas – wieder an Bord

Gute Nachrichten aus der tschechischen Delegation. Wie der austragende Sender ČT heute mitteilte (-> Link), befindet sich Mikolas Josef, der Mitfavorit aus der tschechischen Republik, auf dem Weg der Besserung und hat anscheinend genug Medikamente intus, um zur morgigen Probe das Krankenhaus verlassen zu können.

Mikolas hatte sich während eines genialen Saltos während der ersten Probe am Sonntag den Rücken verletzt und liegt seitdem im Krankenhaus, zunächst ohne Laufen zu können. (Wir berichteten). “Ahoj Mikolas – wieder an Bord” weiterlesen

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Der dritte Probentag: vom Wert guter Inszenierungen

Bisher verschlossene Türen öffnen sich und das Pressezentrum verdoppelt sich wie von Zauberhand am 3. Probentag. Langsam, aber sicher rücken die Finalshows in Sichtweise – bis zur ersten Fernsehshow ist es nur noch eine Woche.

Norwegen

Routiniert, noch nicht alles gebend, und bei einem Problem mit seinem In-Ear-Monitor souverän reagierend – an der Vorstellung in der ersten Probe von Alexander Rybak stimmte alles und doch ist der Sieger von 2009 in diesem Jahr kein Top-Favorit – das Lied ist zwar erfreulich selbstironisch: That’s How You Write A Song, aber dann eben doch zu glatt, um den Funken – trotz des charmanten Lächelns und der Geige – wirklich zünden zu können.
Und doch wird Norwegen in diesem Jahr mit diesem Lied oben mitspielen, denn der Song symbolisiert wie wenig andere Lieder jugendliche Unbekümmertheit und positive Ausstrahlung. “Der dritte Probentag: vom Wert guter Inszenierungen” weiterlesen

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